Samstag, 6. Juli 2013

Saubere Nähte nähen

Vor kurzen wurde ich gefragt wie ich das Problem von unschönen stoppligen Haaren  in den Nähten und unruhigen und zu lockeren Nähten  umgehe.

 Ich konnte mit der Frage erst einmal nicht viel anfangen. Ich lese weder Bärenzeitschriften noch surfe ich auf Bärenseiten (um mich nicht ungewollt inspirieren zu lassen)

Nun ich hakte weiter nach. Die Fragestellerin war sehr unglücklich mit ihren Nähten und das obwohl sie immer alle Anleitungen genau studierte und befolgte.

Ich habe mir dann einige Anleitungen in Zeitschriften und im Web durchgelesen und genau da lauerte auch das Problem.

In den Anleitungen hieß es: Das Fell immer gut nach innen streichen, damit es nach den Wenden nicht in den Nähten eingeklemmt wird und verschwindet.

Auf den Bildern dazu sieht man kein Fell an der Nahtzugabe.

Wenn ich nun einen Bären nähe und das Fell nach innen streiche und feststecke dann streiche ich das Fell aus der Nahtzugabe in die Naht. Nähe ich nun die Teile zusammen (zum Beispiel am Kopf) nähe ich die Haare an der Naht ein. Die Haare der Nahtzugabe sammeln sich also in der Naht und stecken dort fest. Wenn man diesen Kopf nun wendet und ausstopft hat man an der Naht einen dichten Fellstreifen.

Rasiert man nun die Schnauze von diesem Bären nach dem nähen, bleibt an den Nähten ein stoppliger Streifen Fell zurück denn man so nicht mehr aus der Naht bekommt.

Geht man nun mit einer Pinzette dran diese Haare aus der Naht zu ziehen lockert sich die Naht und die Nähfäden werden sichtbar. Wenn man dazu noch zu fest stopft können diese Nähte beim stopfen reißen.

Die Haare in der Naht bilden eine art Stopfmaterial weil ich sie ja eingenäht habe. Zieht man das Stopfmaterial wieder aus der Naht ziehen sich die Nähfäden ja nicht auf einmal wieder zusammen.

Wie mache ich es also richtig?

Entweder  kürze oder rasiere ich die Haare vor dem Nähen (dann können  sich keine Haare in die Nahtzugabe verirren) oder ich lasse die Haare dort wo sie sind und nähe einmal grob vor (hefte die Teile nach dem Stecken einmal grob zusammen) .

Nehme dann eine lange Nadel und zupfe  alle Haare aus der Nahtzugabe raus . Einmal kurz wenden und Haare von der guten Seite aus der Naht bürsten) Dabei merkt man sofort wie sich die Nähfäden lockern. Erst dann nähe ich die eigentliche Naht mit kleinen feinen Stichen. Um so länger und dichter das Fell ist um so wichtiger ist es die Haare aus der Naht zu bekommen. Bei nicht so dichten Fell wie manche Mohair Sorten reicht es oft aus die Haare aus der  entgültigen Naht zu ziehen.

Nach dem Nähen werden auch die Nahtzugaben an den Rundungen knapp eingeschnitten . Diese klappen dann nach dem wenden um und geben dem Stoff an der Naht mehr Platz und die Naht kräuselt sich an den Stellen nicht. Scheiben lassen sich viel besser in Schulter und Beinen einlegen und liegen genau mittig zur Naht.


Meine Nahtzugaben sehen vor dem wenden so aus


Kommentare:

Dinknesh hat gesagt…

Hallo
Gestern habe ich den Beitrag schon gelesen und mußte erst mal darüber nachdenken.
Ich mache das bei meinen Teddys ebenso, vor dem nähen erst die Haare entfernen. Dann ragen sie hinterher auch nicht aus den Nähten raus.

In meinem blog habe ich das auch so beschrieben.

Ich bin immer ganz begeistert von den Tieren . Ich bin schon nicht schlecht, aber Deine hier , nee, so würde ich meine nie hinkriegen.
Da fehlt mir noch einiges.

Dinknesh hat gesagt…

Hallo
Gestern habe ich den Beitrag schon gelesen und mußte erst mal darüber nachdenken.
Ich mache das bei meinen Teddys ebenso, vor dem nähen erst die Haare entfernen. Dann ragen sie hinterher auch nicht aus den Nähten raus.

In meinem blog habe ich das auch so beschrieben.

Ich bin immer ganz begeistert von den Tieren . Ich bin schon nicht schlecht, aber Deine hier , nee, so würde ich meine nie hinkriegen.
Da fehlt mir noch einiges.